Wassily Kandinsky „Allee im Winter“ 1911

Bild 28      Format: 42,9 х 60,9 cm      1911

Titel: „Allee im Winter“

Ähnlich den deutschen Romantikern wird bei Kandinsky die Natur zur erhabenen, geistigen Vision. Die Farbe ist aus ihrer deskriptiven Funktion entlassen, sie kann nun endlich ihre latente expressive Kraft entfalten. Wie sehr Abstraktion und Figuration miteinander stritten, zeigen die Blätter mit Entwürfen für den Almanach des “Blauen Reiters“ von 1910/11.

Es ist das Licht. Dieses warme, fließende Licht, das die Landschaft einhüllt und sie immer wieder in anderen Schattierungen schimmern lässt.

Kandinsky findet, dass es wohl die "friedvolle Harmonie" sei, die ihn in dieser Landschaft so tief beeindruckt. Dieses Impression ist im Sinne Kandinsky‘s wie eine Sinfonie durchkomponiert. Sein Eindruck von der "äußeren Natur". Dieses Bild zeigt die angestaute Sehnsucht während der Murnauer Zeit und der Verbindung mit Münter. Bevor er zur Abstraktion gelangte, drückte Kandinsky geistige Vorstellungen meist durch Aquarell und Gouache aus.

Unter Berücksichtigung der vorstehenden Prämissen, kann nach vorliegendem Kenntnisstand. für das o. g. Werk, zum Zeitpunkt der Begutachtung. bei einem insgesamt guten Erhaltungszustand der Einzelwerke der Sammlung. von einem Versicherungswert

von 4.300.000,00 Euro (Viermillionendreihunderthunderttausend)

ausgegangen werden. (Dr. M. H. B. Hering KONSERVATOR (Fürth, Deutschland))


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